Zufrieden sein wäre untertrieben,
irgendwo Richtung Sonne und die Liebe
dabei im Hinterkopf, das Gefühl, die Sätze an der Wurzel zu
packen, um sie dann so wachsen zu lassen, dass sie richtig kra-
chen, könnte man passend sagen:
Das ist das neue Hörbuch „Still trying to write love songs“
von Markus Freise. Fast ein Dutzend Tracks sind auf der CD,
wobei es stets um die Dinge an sich geht:
Ob es nun die Alltäglichkeiten des Lebens sind, vermischt mit
dem Wunsch, diese doch bitte einer Krawatte erzählen zu
können oder gar Discobesuche mit der Einsicht, dass man alle
Frauen irgendwie mit Aufstehen oder Sitzen bleiben umschrei-
ben kann, hauptsache man handelt nach dem Motto der Liebe,
wenn man denn an sie glaubt. Freise tut das auf jeden Fall.
Mit seiner ersten Hörspielveröffentlichung tanzt Markus auf
einem Drahtseil, wobei er sich stets mit Lichtgeschwindigkeit
nach vorne bewegt: Es gelingt ihm den Hörer in seinen Bann
zu ziehen, ohne pathetisch zu sein oder gar in die Fun-Freitag-
Manier zu verfallen. Und wenn man ihn jemals live gesehen hat,
weiß man, warum man nicht anders kann als zuzuhören:
Es ist diese eine Rille einer Schallplatte, die in dir den Wunsch
weckt, sie niemals umdrehen zu müssen.
Markus Freise ist kurz über 30, hat Familie mit Kind, leidet mit
seiner Arminia in Fahrstuhlmanier, ist gebürtiger Rietberger,
gewann unzählige Wettbewerbe und ist überhaupt im Allgemei-
nen äußerst glücklich, was man diesem Hörbuch auch anmerkt.
Der auf der Verlagsseite beschriebene Hörbuch-Trailer lautet
auszugsweise:
„. eben kein flächendeckender Einzelfall des Zuhörens, son-
dern vielmehr gemacht aus etwas, was jeder in uns tragen sollte:
Nämlich zwei Drittel Herzblut und ein Drittel Leidenschaft.“
Das kann man uneingeschränkt so stehen lassen.
Mehr Infos und bestellbar unter: www.conradverlag.de
Markus Freise
Bielefelder Schule Popliteratur