Kurt war zwanzig Jahre auf Reisen gewesen, er hatte die Weltmeere beschifft und war dabei auf diese eine Insel bei den Bermudas gestoßen, die auf keiner Karte erfasst ist. Ein Mitreisender hatte ihm von dieser Insel erzählt, von seltsamen Gestalten, Herden mit menschenähnlichen Wesen und von sonnige Lichtgestalten, die sie bevölkern sollen.
Kurt fand diese Insel und versuchte dort - die einzige Möglichkeit - sie vom Norden her zu erforschen. Er stieß tatsächlich auf Herden degenerierter Menschen, doch schaffte er es nicht bis zu den Lichtgestalten im Süden der Insel, den Tachionen, vorzudringen, erfuhr aber einiges über sie.
Kurt hatte es daraufhin bei der Rückkehr zur Nordküste zweimal böse erwischt, er war in Fallen der Herden gelaufen und so kam er krank und angeschlagen zurück ans Nordufer und später im selben Zustand in die Heimat.
Kurt war ein einsamer Mensch, zu oft auch geleitet von einer kranken Triebhaftigkeit - er zog sich immer mehr zurück in seine Sozialwohnung. Er entwickelte Hass Kleinigkeiten gegenüber, im Speziellen aber begann er die Politik der Supermacht zu hassen, und so schloss er sich einem kleinen, fast mittellosen Geheimbund zur Rettung der Welt an.
Er dachte oft an die Tachionen, ihre Fähigkeiten, ergänzte sein Bild von ihnen in Gedanken und plötzlich wurde ihm klar, dass nur die Tachionen in der Lage sein konnten, die Supermacht in die Schranken zu weisen.
Noch einmal wollte er die Tachionen suchen und sie dann einschwören auf seine Pläne, doch er bemerkte schnell, dass er dazu nicht mehr in der Lage war. Er musste jemanden finden, der oder die das für ihn erledigen konnten und er wusste auch bald wen: Die „4“, Kleinkriminelle, die sich jeder gefahrbringenden Situation entwinden konnten - Jana, Sevi, Vroni und Cartoon.
Kurt konnte sie weniger für seinen Plan begeistern, denn von der Aussicht, Abenteuer zu erleben - die vier willigten ein, die Insel und die Tachionen suchen zu wollen.
Auf trickreiche Art schaffte es Kurt, dass die vier Kleinkriminellen von der Asylbehörde abgeschoben wurden, mit dem geplanten Ausweisungsziel, den Bermudas.
Angelangt an der Hauptinsel, erreichten sie über einen kleinen Umweg und einer Bootsfahrt, die gegen alle Regeln der Steuerkunst geführt wurde, die Zielinsel, auf der sie es sich erstmal am Nordufer bequem machten. Sie führten als Gepäck ein Teerfass mit, Westen bestückt mit abendteuertauglichen Utensilien und vier Rumfässern - auch durch letztere entwickelte sich fröhliches Leben mit den wenigen vagabundierenden Nordküstenbewohner und dem Käptn des Transferschiffes.
Mehr und mehr vergaßen die Abenteurer ihren Auftrag, bis eines Tages der Käptn darauf aufmerksam machte, dass sie jetzt und heute aufbrechen müssten, damit sie rechtzeitig an den Blutsee gelangen würden, der nur an wenigen Tagen die winzige Chance bietet, jemand übersetzen zu lassen. Wie diese Chance aussehen würde, das mussten sie selbst herausfinden. Nach langer Trägheit folgte ein schneller Aufbruch, Abenteuerlust war in die Köpfe der vier Freunde zurückgekehrt. Sie schafften es, die Insel von Norden bis fast nach Süden zu durchqueren, überstanden dabei lebensbedrohliche Abenteuer, die ihnen von vier bösartigen Menschenherden unterwegs aufgezwungen worden waren. Die Herden rekrutierten sich aus Mitgliedern marktführender Gesellschaften, allerdings aus vier verschiedenartigen Geschäftszweigen, die alle ihren Ursprung in der Supermacht haben, von dort aus aber weltweit flächendeckend ihre Zweigstellen verbreiten.
Endlich erreichten Vroni, Jana, Sevi und Cartoon den Blutsee, den „Loch Economy“. Dieser See wird von einem drachenähnlichen Monster bewohnt, das immer wieder mit sich selbst kämpft, das Kopfende gegen das Schwanzende, letzteres verliert zwar ständig, aber genau so beständig kehrt es wieder zurück, bereit zum nächsten Kampf.
Die vier Abenteurer fanden trotz des Monsters und einer nach ihnen gierenden Flüssigkeit im See, eine Möglichkeit, ihn zu überqueren, so wie sie es auch schafften, die folgenden felsigen Aufstiege zu meistern und dazwischenliegende Abgründe zu überwinden und da - endlich war das Land der Tachionen erreicht.
In diese Geschichte hinein laufen Einblendungen, die darstellen, wie die Tachionen zu ihrer wundervollen Kraft gekommen sind, Einblendungen, wie sich U-Boot, Kreuzer und Jet der Supermacht samt Insassen verabschieden, bis klar erkennbar gemacht wird, dass die Tachionen ein Spiel spielen - Schiffchen versenken, ein reelles Spiel, mit Hilfe der bereits erwähnten Kraft.
Die Unmut der Supermacht wurde durch dieses Spiel schon vor langer Zeit geweckt, doch bis jetzt bot sich noch keine Möglichkeit, die Tachionen zu attackieren oder die Insel zu besetzen, weil die Tachionen in der Lage sind, jeden Funkspruch zu decodieren und jede Form von Elektrizität zu orten. Die Supermacht muss also bei einem Angriff auf jede Technik verzichten, die herkömmliche Strategie muss gezwungenermaßen einer alternativen weichen, der Plan dazu nimmt Formen an: Zwei erfahrene Kämpfer, die Asienveteranen Max und Viktor, erhalten durch Operationen und mittels Transplantationen einen Körper, der stark, schlagkräftig und belastbar ist, wie der eines austrainierten Kampfsportmeisters. Sie sollen mit Hilfe der großen Kampferfahrung, ihren strategischen Fähigkeiten und ihrer jugendlichen Kraft die Insel stürmen und dort die Tachionen nacheinander niedermetzeln. - Alles an Beiden muss groß, stark und übermächtig sein, jeder Knorpel, jeder Muskel ein Symbol für die dominierende Stellung ihres Vaterlandes. Beim Blick in Max` Lendenbereich wird jedoch ein Versäumnis bemerkt, das aber noch korrigiert werden kann und bald ziert Max dort ein mächtiger schwarzer Hammer, der im Verlauf der weiteren Geschichte zu bösen Reibungen führen wird. Der Plan sieht vor, dass die Beiden mit einem Jet so weit wie möglich in Richtung Zielinsel fliegen, mit einem Segelflieger die Anreise ohne Elektronik fortsetzen, dann mit einem Boot soweit segeln, dass sie noch außerhalb der Sichtweite der Insel bleiben. Die letzte Etappe muss dann schwimmend oder tauchend zurückgelegt werden.
Währenddessen gewöhnen sich die vier Abenteurer gut ein bei den Tachionen, werden geduldet, später akzeptiert, sie wandeln sich im Verlauf ihres Dortseins zusehends selbst zu Tachionen. Nach einiger Zeit harmonischen und doch nicht reibungsfreien Beieinanderlebens merken sie, dass sich etwas ändert, dass Gefahr von außen droht, der die anderen Tachionen aber mit Gelassenheit begegnen, sie öffnen ihr sogar freiwillig Tür und Tor, geben das Spielfeld frei für diesen Kampf der Systeme, frei für den ultimativen Show-down ….
Hubbi Schlemer