Roland Harsch Harsch DUDA

DUDA

von Roland Harsch

Kurioses aus dem Rotstiftmilieu

EUR 28,00

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Beschreibung

„Die da heißt DUDA, auch der da, und so heißen für mich – fast – alle Schülerinnen und Schüler. Ich kann mir doch unmöglich all diese Namen einprägen. Es sind eben meine DUDAS. DUDA, nicht DERDA, ja DUDA DUDA, nicht DIEDA, ja DUDA DUDA sag ich zu DEMDA, zu DERDA Mit DUDA mein ich den DENDA, auch DIEDA Die DIEDA und DIEDA sind DUDAs Und DUDAs sind DIEDA und DERDA Das „Rotstiftmilieu“: das ist das leicht anrüchige Schulbiotop, die immer wieder ins Gerede kommende „pädagogische Provinz“. Und hier speziell das Gymnasium. Jedes Jahr findet er statt, der Almabtrieb, alljährlich im Herbst halten Schüler und Lehrer Einzug: La rentrée. Mit spitzen Federn beschreiben Textautor Roland Harsch und Illustrator Carlo Schmitz den aus eigener Erfahrung bestens vertrauten gymnasialen Schulalltag mit seinen Höhen und Tiefen, mit seinen Lehrernöten und Schülerleiden. Sie schauen dem Deutschlehrer über die Schulter beim Korrigieren und erkennen den Rotstift als Hauptutensil seiner beruflichen Tätigkeit. Belustigt, manchmal auch etwas irritiert und verunsichert hören sie den Pädadogen beim mehr oder weniger sachlichen Fachsimpeln zu und sehen, was sie alles anzukreiden haben. Dieses „Schulbuch“ der ungewöhnlichen Art, keck und raffiniert bebildert, richtet sich über die Lehrerkollegen hinaus an alle, die in ihrem Leben mit der Schule in Berührung gekommen, an alle, die gar schulgeschädigt sind fürs Leben – und das dürften nicht die wenigsten sein …

Autor*in

Roland Harsch
Roland Harsch ist der Sohn eines Militärmusikers. Nach dem Besuch der Grundschule in Luxemburg-Weimerskirch war er Schüler am Lycée de garçons und am Konservatorium in Luxemburg, wo er die Klavierklasse von Victor Fenigstein und die Harmonieklasse von Jules Krüger besuchte. Danach studierte er Germanistik und Anglistik in Wien und Trier. Zwischen 1973 und 1975 war Harsch Lehrbeauftragter für Klavier an der Musikschule in Echternach. Ab 1976 war er Deutschlehrer, zuerst am Lycée classique de Diekirch, dann am Lycée Michel Rodange und von 1998 bis zu seiner Pensionierung 2011 am Lycée de garçons in Luxemburg. Seit 1989 veröffentlicht Harsch ironische, oft parodistische und der Musik und Literatur verpflichtete Gedichte, Kurzgeschichten und Pastiches in Récré, Les Cahiers luxembourgeois, Die Warte-Perspectives, Le Phare, d'Lëtzebuerger Land, woxx und Den neie Feierkrop. Texte erschienen auch in der Festschrift für Mario Fioretti (K)eng Schnapsidee und in mehreren Anthologien der Walfer Bicherdeeg (2003, 2006, 2007, 2009, 2012); das Künstlerbuch Stiller Ozean von Mariette Flener-Müller basiert auf einem seiner Gedichte. Ein wichtiges Thema in den sprachspielerischen Texten ist der Schulalltag, der in all seinen Facetten im Band Duda. Kurioses aus dem Rotstiftmilieu (2011) behandelt wird. In dem mit Fotos von Guy Mathey illustrierten Band Wintertrip (2015) stellt Harsch den Originalversen des romantischen Gedicht- und Liederzyklus Die Winterreise von Wilhelm Müller/Franz Schubert seine eigenen parodistischen, von ironischem Wortwitz getragenen und mit literarischen Zitaten und Anspielungen gespickten Um- und Neudichtungen gegenüber, in denen er die zeitlosen Grundthemen der Einsamkeit und Verlassenheit zeitgemäß variiert und somit neu dekliniert. In dem von Michel Geimer illustrierten Dat grousst Féissbuch (2019) geht Harsch von Sprichwörtern und wortspielerischen Mehrdeutigkeiten aus, um die Stellung des Fußes in Literatur, Kunst, Musik und Gesellschaft zu untersuchen. Dabei dient eine ironische Kategorisierung als lose Struktur der Fabulierkunst, bei der sich humoristische Gedichte, Pastiches, Anekdoten und Aphorismen mit Exkursen zu fußbezogenen Themen verbinden. Auch der Band Pillem oder Këssen (2021) nutzt die Musikalität und Mehrdeutigkeit der Sprache, um in Prosatexten, kurzen Dialogen und Gedichten das Thema der Schlafstörung zu beleuchten. Dabei deuten die Unterkategorien „Bettwenzeltier“ und „Nuetseskapaden“ auf die beiden Hauptkomplexe der unruhigen Schlaflosigkeit und des fabulierenden (Wach)Traums hin. Ein kabarettistisches Programm mit Texten von Harsch gelangte Anfang 2001 im Kapuzinertheater auf die Bühne. Das Theaterstück Spielverderber über einen Konzertpianisten, der sich weigert zu spielen, wurde auf dem ersten Stückemarkt im Centre national de littérature vorgestellt und 2004 in Luxemburg und Zürich mit André Jung in der Titelrolle aufgeführt. 2005 wurde der Text in Récré veröffentlicht. 1990 war Harsch Preisträger des Gëllene Schniewel beim Saarländischer Mundartwettbewerb, bei dem auch weitere Gedichte 1991, 1996 und 1997 ausgezeichnet wurden. 2001 erhielt er für seinen Band Laub und Nadel den Prix Servais, während ein im gleichen Jahr beim Concours littéraire national ausgezeichnetes Gedicht in der Anthologie A sept voix (2002) veröffentlicht wurde. 2015 wurde Harschs Prosa- und Gedichtsammlung Rasch(t)Auer mit dem Lëtzebuerger Buchpräis in der Kategorie Fiction ausgezeichnet. Harsch war Mitglied des LSV bis zu dessen Auflösung im Jahre 2016.

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Details

ISBN: 9782879542492
Verlag: Éditions Guy Binsfeld
Erscheinung: 09.11.2012

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