Nach den beiden ersten Werken hat Georges Even ein drittes Buch mit Zeitzeugenberichten zu einer der dunkelsten Epochen der Geschichte veröffentlicht.
Jean Milmeister
Jean Milmeister besuchte die Grundschule in Vianden und das Gymnasium in Diekirch. Nach dem Abitur 1957 besuchte er die Cours supérieurs und die Lehrernormalschule. Im Anschluss an den Militärdienst unterrichtete er von 1961 bis 1998 in Vianden. Über die ersten Eindrücke dort und seine Lehrererfahrungen berichtet er in den Memoiren Aus der Schoul geschwat.
Jean Milmeister ist als Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Regionalhistoriker hervorgetreten. In der Tradition der seriellen Kinderbücher von Enid Blyton und Albert Gricius schildert er in den Erzählbänden Geheimnisse Abenteuer einer Pfadfindergruppe in Luxemburger Dörfern und Burgen, wobei er Wissenswertes über die Kultur, Geschichte und Literatur im Großherzogtum, etwa über Norbert Jacques, einfließen lässt. Er verfasste zudem Indianergeschichten, die an exotischen Orten spielen und die Jean Milmeister in den Jugendzeitschriften Zack und Benny a Jenny veröffentlichte. Im nicht veröffentlichten Lustspiel Louster op den Dicks, oder, Zwanke Lisi (1991), in dem die Autoren René Engelmann und Joseph Hansen auftreten, setzt sich Jean Milmeister mit dem Gebrauch der Viandener Lokalmundart auseinander.
Literaturgeschichtliche Beiträge schrieb Jean Milmeister u. a. zu Dicks, Michel Lentz, Norbert Jacques, René Engelmann und Yolanda, über die er zudem ein unveröffentlicht gebliebenes historisches Theaterstück verfasste (1983). Er begann mit einem Lexikon Luxemburger Autoren, das zwischen 1987 und 1989 in Fortsetzungen in École et vie erschien.
Jean Milmeister verfasste in den Zeitungen Lëtzebuerger Sonndesblad sowie in den Zeitschriften The Bulge, Luxemburger Marienkalender und Revue zahlreiche historiografische Beiträge zum Zweiten Weltkrieg, die er in einzelnen Studien zusammentrug, z. B. Die Ardennenschlacht 1944-1945 in Luxemburg (1994) und The Battle of the Bulge (1997). Jean Milmeister hat sich zudem intensiv mit der Geschichte und Kultur Viandens beschäftigt z. B. Chronik der Stadt Vianden. 1926-1950 (1976), Vianden (1984), Geschichte der Stadt Vianden. 1780-1815 (1997), Geschichte der Grafen von Vianden. 1090-1795 (2003). 1994 gab er gemeinsam mit Pierre Bassing und Jos Kremer das Wörterbuch Veiner Dixionär heraus. Jean Milmeister war Gründungsmitglied der Veiner Geschichtsfrënn und ab 1974 Redaktionsmitglied der Hémecht. Er war Mitglied des LSV bis zu dessen Auflösung im Jahre 2016. Jean Milmeister wurde 2000 mit dem Rheinlandtaler für seine Verdienste auf dem Gebiet der Ethnologie und Geschichte im Raum Vianden und Bitburg ausgezeichnet.
Jean Milmeister war freier Mitarbeiter der Zeitschriften Eis Sprooch (Verein AL), Revue, Ous der Veiner Geschicht und Galerie sowie Die Warte-Perspectives. In der Kolumne Notre patrimoine culturel méconnu im Luxemburger Wort (1975) erinnerte er an baugeschichtliche Denkmäler.
Ardennenschlacht mehrsprachig Zeitzeugenbericht